B CULTURE

Fallstudie · Executive Team

Führungs-Reset in einem Schweizer Industrie-KMU

Ein etabliertes Schweizer Industrie-KMU stand nach mehreren Jahren Wachstum und einer familiären Nachfolge vor derselben Situation, die viele Häuser dieser Grösse erleben: mehr Themen, mehr Personen, dieselbe Führungsarchitektur wie vor zehn Jahren. Alles wanderte nach oben. Nichts wurde entschieden.

Dauer
9 Monate
Architektur-Felder
LeadershipDecision ArchitectureCulture
Industrie
Industrie · Familienunternehmen · 220 MA

01

Ausgangslage

Die Geschäftsleitung war handlungsfähig — aber überlastet. Themen wurden intensiv diskutiert und selten formal beschlossen. Bereichsleitende erwarteten Klarheit, ohne selbst Mandate zu nehmen. Kultur galt als «gut», hielt aber unter Druck nicht: Konflikte wurden vertagt, Entscheide informell revidiert, Verantwortung diffus.

  • 01GL-Meetings dauerten regelmässig über vier Stunden, ohne verbindliche Entscheide.
  • 02Bereichsleitende arbeiteten fleissig, aber an Themen ohne klaren Auftrag.
  • 03HR und Führung hatten unterschiedliche Bilder davon, was «Führung» in diesem Haus bedeutet.
  • 04Zwei strategische Initiativen liefen seit über einem Jahr, ohne Wirkung im System.

02

Intervention

Wir haben nicht restrukturiert. Wir haben die Architektur hinter der Struktur geklärt — in vier Phasen, gemeinsam mit GL und erweiterter Führung.

  1. 01

    Phase 1

    Auslegeordnung

    Interviews mit GL, Bereichsleitung, Verwaltungsrat. Sichtbarmachung der real gelebten Entscheidungslogik — nicht der offiziellen.

  2. 02

    Phase 2

    Decision Architecture

    Klärung: Wer entscheidet was, mit welchem Mandat, in welchem Spielraum, mit welcher Konsequenz. Rollenprofile für GL und Bereichsleitung entlang tatsächlicher Verantwortung.

  3. 03

    Phase 3

    Führungsformat

    Umbau des GL-Rhythmus: strategische, operative und kulturelle Räume getrennt. Klarer Protokoll- und Entscheidungsstandard.

  4. 04

    Phase 4

    Kulturelle Verankerung

    Regelmässige Reflexionsräume für die erweiterte Führung. Sprache, Rituale und Erwartungen an Führung gemeinsam nachgeschärft.

03

Wirkung

Neun Monate später führte dasselbe Team dieselbe Organisation — mit spürbar weniger Reibung, klareren Entscheiden und einer Führungskultur, die auch unter Druck trägt.

−60%

Dauer GL-Sitzungen

1 Ebene

weniger Eskalation im Alltag

9 von 9

Bereichsleitende mit klarem Mandat

«Wir haben keine neue Struktur bekommen. Wir haben verstanden, wie unsere alte funktioniert — und was wir daran ändern müssen, damit Führung wieder Führung sein kann.»
Vorsitz Geschäftsleitung · Industrie-KMU, Schweiz

HinweisAnonymisiert. Zahlen sind Näherungswerte aus internen Auswertungen des Mandats.

Klarheit beginnt im Gespräch

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Erstes Gespräch: gemeinsame Klärung, kein Verkauf. Kein Pitch. Eine Auslegeordnung.