Culture Architecture
Organisationale Selbstbeobachtung
EN: Organisational Self-Observation
Die Fähigkeit einer Organisation, ihre eigenen Entscheidungen, Muster und Spannungen als Information über sich selbst zu lesen.
Organisationale Selbstbeobachtung ist der Vorgang, mit dem ein System sich selbst zum Gegenstand seiner Aufmerksamkeit macht. Nicht über Kennzahlen allein, sondern über wiederkehrende Entscheidungen, Eskalationen, Schweigen, Absicherung und Spannungen.
Beobachtungspunkte
Wer darf entscheiden? Wer wird vorher gefragt? Wer kann faktisch verhindern? Welche Entscheidung wird nach oben gezogen, welche bleibt liegen? Was passiert, wenn eine Entscheidung falsch war? In diesen Fragen wird Struktur lebendig und Kultur sichtbar.
Warum es zählt
Gestalten ohne Beobachten führt zu Interventionen, die entschlossen wirken und wenig verändern. Selbstbeobachtung ist deshalb die Voraussetzung dafür, dass eine Organisation ihre Architektur überhaupt bewusst verändern kann.
Synonyme
Selbstbeobachtung · organisationale Wahrnehmung · Systembeobachtung
Verwandte Begriffe
Erwähnt im Denkraum
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